Mit dem Release 24.05 erfolgte Mitte des letzten Jahres die Marktfreigabe zur Aktionssteuerung|ng. Mit ihr können Prozesse und Regeln über eine zentrale Oberfläche schnell und einfach von unseren Kunden selbst erstellt und bearbeitet werden. Dabei setzt BITMARCK auf ein umfangreiches und bedarfsgerechtes Betreuungs- und Schulungskonzept für die Krankenkassen.

28 Musterprozesse und 240 Aktivitäten sind derzeit im Standard verfügbar. BITMARCK erkennt außerdem immer mehr Bereiche, die zukünftig für den Einsatz der Aktionssteuerung|ng in Frage kommen. Beispielhaft können hier die Adressprüfung im Rahmen der eGK, die Einkommensüberwachung für freiwillig Versicherte, Regeln der Aktenbildung in der Fallakte|ng, die individuelle Verarbeitung von Meldungen aus dem Meldeverfahren für das Kündigungsmodul und die Interessentenverwaltung genannt werden. 

Auch die Nachfrage seitens unserer Kunden steigt: Zurzeit erfolgt der Einsatz der Aktionssteuerung|ng bereits auf 24 Produktivsystemen. Bei 16 Produktivsystemen werden Prozesse schon im Tagesgeschäft genutzt oder stehen kurz vor der Freigabe. 19 weitere Krankenkassen haben ihr Interesse bekundet. 

Bedarfsgerechte und individuelle Beratung

Um den Einsatz der Aktionssteuerung|ng zu vereinfachen, begleitet die BITMARCK-­Fachberatung alle interessierten Krankenkassen bei der Einführung des Produkts – von der Prozessberatung über die Optimierung bis hin zur Implementierung. Dabei wird zwischen drei verschiedenen Einführungs­szenarien unterschieden: Zur Auswahl stehen die vollumfängliche Begleitung zur Vorbereitung der Krankenkasse auf die eigenständige Prozessmodellierung, der Einstieg auf Basis eines oder mehrerer Musterprozesse und dessen Begleitung im Rahmen von Workshops und individuellen Trainings oder aber die Beauftragung des „schlüsselfertigen“ Lösungspaketes „Standard Process as a Service“.

Begleitung für die eigenständige Prozessmodellierung

Als erste Krankenkasse hat sich die IKK Südwest für eine vollumfängliche und bedarfsgerechte Begleitung bei der Einführung der Aktionssteuerung|ng durch die BITMARCK-Fachberatung entschieden: 

Kunden, die sich für eine eigenständige Prozessmodellierung entscheiden, werden bei der Identifizierung von Geschäftsprozessen mit Automatisierungspotenzial durch die BITMARCK-Fachberatung unterstützt. Dabei werden die Musterprozesse in der Entscheidungsfindung mitberück­sichtigt und dienen als Blueprint bei der Umsetzung. Anschließend wird gemeinsam mit der Krankenkasse ein Ablaufplan er­arbeitet, in dem die Aktivitäten und Ver­antwortlichkeiten definiert werden. Für alle Kunden, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen, stellt diese Vorgehensweise die ideale Einstiegsmöglichkeit für den Einsatz der Aktionssteuerung|ng dar.

Einstieg auf Basis von Musterprozessen

Auch auf Grundlage der vorliegenden Musterprozesse unterstützt die BITMARCK-­Fachberatung ihre Kunden bei der Einführung der Aktionssteuerung|ng. In diesem Szenario werden der Mehrwert der Musterprozesse sowie die optimale Verzahnung der BITMARCK-­Produkte, hier beispielsweise im Zusammen­spiel mit bitGo_GS, im Rahmen der Digitalisierungs-Workshops vorgestellt und erläutert. 

Die Salus BKK hat sich in diesem Zusammenhang für den Musterprozess „Telefonkennung“ entschieden.  

Aufgrund des hohen Potenzials, das wir in der Aktionssteuerung|ng sehen, wollen wir nach und nach unsere Prozesse hierauf ausrichten und auch intern das nötige Know-how aufbauen, um perspektivisch unsere Prozesse selbstständig modellieren und automatisieren zu können. Auf diesem Weg lassen wir uns von der BITMARCK-Fachberatung und ihren Erfahrungen begleiten. Durch die enge Zusammenarbeit konnten wir zudem von Anfang an ein gemeinsames Verständnis aufbauen, beispielsweise durch die Erstellung von Modellierungskonventionen, was im Bedarfsfall den Support erheblich erleichtert und verkürzt. Trotz intensiver Schulung ist es anfangs sehr schwierig, auch kleinere Prozesse so zu modellieren, dass diese zum gewünschten Ergebnis führen. Durch die Unterstützung und Tipps der BITMARCK-Fachberatung konnten wir jedoch so manches Problem, auf das wir bei der Modellierung gestoßen sind, schnell lösen. 

Vincenzo Paoli, Referatsleiter IT-Fachanwendung der IKK Südwest

Der Prozess zur Telefonkennung war für uns ein idealer Einstieg. Zum einen ist es ein überschaubarer Prozess, zum anderen bestand exakt zu diesem Zeitpunkt die Notwendigkeit. Bereits das Training durch die BITMARCK-Fachberatung hat aufgezeigt, wie komplex die Aktionssteuerung|ng ist und dass es umso wichtiger ist, sich sowohl unter den Krankenkassen gegenseitig zu helfen, als auch durch BITMARCK unterstützt zu werden. Sicherlich sind wir darauf bedacht, auch eigene Modellierungen vorzunehmen – aber natürlich auch, uns an Musterprozessen zu orientieren. Daher ist die Unterstützung durch die BITMARCK-Fachberatung insbesondere bei den Musterprozessen sehr wichtig. Mit ihr konnten wir den Prozess zur Telefonkennung gut für die Salus BKK anpassen und freuen uns, hier stetig weiterzukommen.

Andreas Tischbierek, IT-Leiter der Salus BKK

Standard Process as a Service

Eine weitere Möglichkeit für Kunden, in die Arbeit mit der Aktionssteuerung|ng einzu­steigen, stellt das Servicepaket „Standard Process as a Service“ dar. Hierbei bietet die BITMARCK-Fachberatung allen Kunden des Münchner Rechenzentrums eine schlüssel­fertige Lösung an – von der Prozessent­wicklung über die Prozessintegration bis hin zu Wartung und Support. Neben der Bereitstellung auf den Produktivsystemen beinhaltet der Service auch das Testen im Falle eines Releasewechsels sowie die Anpassung notwendiger Doku­men­tationen. 

Gemeinsam mit den Kunden werden dabei im ersten Schritt potenzielle Prozesse identifiziert, die als Standardprozess entwickelt werden. Dieses Vorgehen ermöglicht es speziell kleineren und mittleren Krankenkassen, von den Vorteilen der Aktionssteuerung|ng zu profitieren. Unter anderem hat sich bereits die SIEMAG BKK für den Einsatz der Lösung in diesem Rahmen entschieden. Gemeinsam mit der BITMARCK-Fachberatung wurde der Standard-­Prozess „PV-Beratungseinsatz“ auf Basis des ausgewählten Musterprozesses erarbeitet. 

Insgesamt stehen neun Standardprozesse zur Verfügung:

  • Telefonkennung ändern/versorgen (Prozesseingangsdaten)
  • Telefonkennung ändern (bitGo_Suite)
  • Bankverbindung anlegen/ändern (Prozesseingangsdaten)
  • Adresse anlegen/ändern (Prozesseingangsdaten)
  • Name ändern (Prozesseingangsdaten)
  • Name ändern (bitGo_Suite) 
  • PV-Beratungseinsatz
  • Guthabenliste Mitglieder bearbeiten
  • Beitragsneuberechnungsgründe bearbeiten

Wie geht es im Rahmen der Aktionssteuerung|ng weiter?

Mit aktuellen und sich in der Entwicklung befindlichen Releases (24.30) wird der Umfang der im Standard verfügbaren Aktivitäten und Musterprozesse weiter vergrößert. Zukünftig können Präventions­kurse erstattet, Anträge und Erstattungen von kassen­spezifischen Leistungen sowie ärztlichen Behandlungen verarbeitet und Unfallfragebögen sowie MDK-Pflege­gutachten automatisiert werden.

Neben der fachlichen Erweiterung wird auch der Funktionsumfang der Anwendung selbst weiter verbessert. Zukünftig kann die Oberfläche des Nachbearbeitungsdialoges vollständig individualisiert werden. Die Gestaltung der Oberfläche ist dabei nicht mehr an die bekannte Dreiteilung des Zusatzregisters gebunden, sondern kann frei an die Bedürfnisse der jeweiligen Krankenkasse angepasst werden. Darüber hinaus wird es auch eine individuell konfigurierbare Schnell­erfassung geben. Das Statusregister wird in seiner Funktion erweitert und ermöglicht zukünftig einen Blick auf die unveränderten Prozesseingangsdaten.