Noch wenige Wochen – dann geht es los mit der zweiten Ausbaustufe der elektronischen Patientenakte (ePA). Wie bereits im letzten Jahr laufen die Entwicklungen und Umsetzungen bei BITMARCK und unserem Partner RISE auf Hochtouren. Folgend stellen wir Ihnen die Herausforderungen vor, an denen wir gemeinsam auf der Zielgeraden arbeiten.

Der Aufbau der für die ePA 2.0 zusätzlich be­nötigten Testumgebungen ist abgeschlossen. Am 30. September haben BITMARCK und RISE die Produktzulassung für das Akten­system und die ePA-Apps bei der gematik begonnen – ­­mit der finalen Zulassung wird zum 01. Dezember gerechnet. Anschließend können die Apps in die Stores von Apple und Google geladen werden. 

Seit Anfang Juli wurden gemeinsam mit der gematik und allen Aktenherstellern in der Referenzumgebung Interoperabilitätstests durchgeführt. Die Komponenten Konnektor, ePA-Aktensystem und Frontend der ver sicherten Person von RISE konnte hier bereits erfolgreich mit den Aktensystemenvon IBM und Xtention sowie dem Konnektor von Secunet getestet werden.

Im Kontext des Kontoverwaltungssystems (KVS) schreiten die Bearbeitungen zu den Themenkomplexen Einwilligungsdokumente, Kassenfusion, Kassenreports, die Umsetzung eines Anbieterwechsels in 2022, Löschfunktion sowie die Umsetzung einer Vertreterregelung voran. Bedingt durch die verspätete Spezifikationsfreigabe der gematik arbeiten wir mit allen verfügbaren Kräften daran, den hierdurch entstandenen Zeitverzug wieder aufzuholen.

Herstellerübergreifend wurde in den ver­gangenen Wochen und Monaten gemeinsam mit der gematik sowie dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) über den Umsetzungskorridor für diverse Themen und Bereiche
der ePA 2.0 gesprochen. Verbindlich wurde in Summe beschlossen:

  • Vertreterregelung, Berechtigungen, Medizinische Informationsobjekte (MIO)
    und Einstellen von Kassen­daten werden wie im Gesetz gefordert zum
    01. Januar 2022 umgesetzt. 
  • Die Aktenumschlüsselung wird zum 01. Januar 2023 umgesetzt.
  • Evidenzbasiertes Monitoring wird zum 01. Juli 2022 umgesetzt.
  • Das Desktop-FdV in der Ausprägung Windows und Zugang durch
    eGK+PIN wird zum 01. Januar 2022 umgesetzt.
    Ein Angleich an die ePA-Apps erfolgt bis Mitte 2022.

Nicht wie geplant zum Jahresanfang realisieren lässt sich der Desktop-Client, auch Windows ePA-App genannt. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass sich die Integration von Elementen aus der mobilen ePA (Beispiel: SDK) als deutlich komplexer als zunächst gedacht herausgestellt hat. Aktuell steht der 11. Februar 2022 als Umsetzungstermin für die Windows ePA-App im Raum.

Immer umfassend informiert – mit unseren ePA-Workshops

In unseren ePA-Workshops informieren wir unsere Kundinnen und Kunden regelmäßig und transparent über den aktuellen Stand der Entwicklung der ePA – der Schwerpunkt liegt dabei derzeit nachvollziehbarerweise auf der ePA 2.0. Die nächsten regulären Workshops finden am 23. November 2021 sowie am 14. Dezember 2021 statt. 

Darüber hinaus bieten wir anlassbezogen zu speziellen Themen weiterhin Zusatztermine an – die Anmeldung erfolgt wie gewohnt über das Kundenportal.

To-dos für unsere Kunden

Wie aus dem vergangenen Jahr bekannt, wird es auch in diesem Jahr wieder To-dos für die Krankenkassen geben – beispielsweise beim Einstellen der neuen ePA-App in die Stores von Apple und Google. Hierbei unterstützen und begleiten wir unsere Kunden natürlich umfassend. Informationen, was genau zu welchem Zeitpunkt zu tun ist, erhalten Sie unter anderem im Rahmen der ePA-Workshops und über die Gesellschafterinfos von Andreas Strausfeld, unserem Vorsitzenden der Geschäftsführung.    

Die Ausbaustufen der elektronischen Patientenakte

Die ePA wird durchgängig mit neuen Funktionen ausgestattet, auch Usability wird mit jeder Version verbessert. Bereits heute können Dokumente wie Notfalldatensatz, Medikationsplan und Arztbriefe gespeichert werden. Außerdem können eigene Dokumente hochgeladen werden, um diese zu archivieren oder mit Ärzten zu teilen.

Mit dem Start der ePA 2.0 im Januar 2022 können die Versicherten zusätzlich auf ihren Impfpass, das Zahnbonusheft, den Mutterpass und das Kinderuntersuchungsheft digital in der ePA zugreifen. Implementiert wird in der ePA 2.0 auch das sogenannte feingranulare Rechtemanagement. Konkret bedeutet das, dass die Nutzer selbst festlegen können, welcher Leistungserbringer welches Dokument sehen darf. 

Im Januar 2023 gesellen sich mit der dritten Ausbaustufe der elektronischen Patienten­akte viele weitere Leistungsmerkmale hinzu. Verwaltet werden können nun auch Kranken­haus-Entlassungsbriefe, Pflegeüberleitungsbögen oder Laborwerte. Darüber hinaus lassen sich auch die Daten aus selbst genutzten digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGa) direkt in der ePA speichern. Über einen integrierten Messenger ist es zudem möglich, mit den eigenen Ärzten unkompliziert in Kontakt zu treten.