Wie zuletzt in allen Releases, fällt auch in der Version 24.50 den gesetzlichen Anforderungen ein hoher Stellenwert zu. Die folgende Auflistung ist dabei lediglich eine Auswahl der Highlights dieses Releases – Kundinnen und
Kunden von BITMARCK dürfen sich insgesamt über eine dreistellige Zahl an Verbesserungen und Neuerungen freuen. Übrigens: Zu zahlreichen dieser Punkte wurden auch eigene Anwendungshilfen neu erstellt.

Beiträge:

  • In diesem Release wurden zwei Erweiterungen zum Gesundheits­versorgungsweiter­entwicklungsgesetz (GVWG) umgesetzt. Zum einen betrifft das die Änderungen zum § 240 Abs. 5 SGB V (Freibetragsregelung für nicht gemeinsame unterhaltsberechtigte Kinder), zum anderen handelt es sich um die Umsetzung des § 231 SGB V (Informationspflicht für Krankenkassen bei Überzahlung von Beiträgen wegen Überschreitens der Beitragsbemessungs­grenze). 
  • Das Verfahren „Die elektronische Übermittlung von Ad-Hoc-Prüfaufträgen von Einzugsstellen – § 28p SGB IV“ wurde final umgesetzt. Die Softwareauslieferung erfolgte bereits auf Basis des Releases 24.45.p01. Das Verfahren startet ab dem 01.10.2021 und ist spätestens zum 01.07.2023 umzusetzen. Der Einstieg soll bilateral zwischen den Krankenkassen und der Datenstelle der Rentenver­sicherung vereinbart werden.

Versorgungsmanagement:

  • Zum 3. Quartal 2021 tritt die neue technische Anlage zur „Ambulanten Spezialfachärztlichen Behandlung (ASV)“ in der Version 1.08 in Kraft – hierzu wurden Anpassungen zur Annahme und Ver­arbeitung der Daten vorgenommen.
  • Im Bereich AAG treten zum 01.01.2022 zahlreiche Änderungen in Kraft. Neben der Berücksichtigung der Datenstruktur erfolgen auch Anpassungen in der Batchverarbeitung, in den Anwendungsfällen und eine Anpassung im Zusammenhang mit der Reaktivierung von AAG-Anträgen, die sich im Status „manuell storniert“ befinden.
  • Es ist nun möglich, in einem Arbeits­unfähig­keitsvorgang mit erfolgter Verletzten­geldzahlung nachträglich zugeordnete DA-­Berichte zwecks Ver­meidung fehlerhafter Abrechnungen mit der Berufsgenossenschaft zu korrigieren.
  • Im Rahmen des Datenaustauschverfahrens mit der Finanzverwaltung kommt es zu Abweisungen der erstellten Steuerbescheinigungen, wenn die Steuer-Identifikationsnummer nicht korrekt ist. Wir stellen Ihnen in diesem Release die Softwarelösung zur Bearbeitung der Abweisungen zur Verfügung.
  • Im Datenaustausch EEL ist für die Bearbeitung des Datenbausteins Vorerkrankungen (DBVO) eine Optimierung der Darstellung und Bearbeitung der Datensätze erfolgt, da die bisherige Darstellungs- und Bearbeitungslogik unter anderem fehleranfällig war.
  • Auf Bundesebene wird zum 01.01.2022 der Prozess zur „Elektronischen Arbeits­unfähigkeitsbescheinigung“ an Arbeitgeber (für den Kommunikationsweg Arbeitgeber–Krankenkasse) eingeführt. Die erforderlichen Softwareanpassungen stehen mit diesem Release zur Verfügung.
  • Fertigstellung des Elektronischen Bean­tragungs- und Genehmigungsverfahrens BEMA 2 bis 5. Zu diesem Verfahren wurde ebenfalls eine Anwendungshilfe erstellt.
  • Für den Datenaustausch mit Sonstigen Leistungserbringern (TP5) erfolgt eine Umsetzung der zum 01.01.2022 neuen technischen Anlage – Version 16.
  • Für die automatisierte Rechnungsprüfung im Datenaustauschverfahren Krankenhaus (TP4b) werden die fachlichen Prüfungen implementiert. Diese prüfen eingehende Rechnungen gegen das mit Release 24.45 eingeführte Entgeltverzeichnis, ob die Rechnungen mittels Dunkelverarbeitung geprüft und gezahlt werden können. 
  • Im Rahmen der Zu-/Abschlagsberechnungsarten 1–7, 13 und 15–17 (2.16 Schlüssel-­Zuschlagsberechnung) des Datenaustausch­verfahrens Pflege (TP6) wird das im ZUS-Segment gelieferte Ergebnis mit der Anzahl des dazugehörigen ELS-Segmentes multipliziert und anschließend auf den Einzel­preis des ELS-Segmentes angerechnet.

EESSI:

  • Der neue Anwendungsfall „Träger suchen“ wurde im Aktivitätenmenü implementiert. Ferner startet ein neuer Dienst zur Träger­ermittlung anhand verschiedener Fach-­Identifikationsnummern.

Zahlungsverkehr:

  • Umsetzung im Rahmen des Löschkonzeptes für den Bereich ZVK-Forderungen.
  • Im Fachobjekt „Vollstreckungslauf“ wurde eine Erweiterung des Insolvenzregelwerkes zur Konfigurationsmöglichkeit für die Mehrfachanlage von Terminen im Rahmen der Insolvenzbearbeitung umgesetzt.
  • Ebenso erfolgt eine Anpassung des Kontoauszugsverfahrens für das camt-Verfahren aufgrund SEPA 3.5. Die Spezifikation für camt.053/052/054 wird auf die ISO-Version 2019 (bisher 2009) angepasst.

Statistik:

  • Für den Morbi-RSA wird die Satzart 111 ab dem Berichtsjahr 2021 ergänzt um das neue Feld <Amtlicher Gemeindeschlüssel> des Wohnortes der versicherten Person, die Satzarten 100/110 erhalten ab dem Berichts­jahr 2020 Feld <Länderkennzeichen> des Wohnstaates. 

Wie immer nach Marktfreigabe des Releases haben wir ein Video veröffentlicht, in dem die Release-Highlights anschaulich zusammengefasst sind. Das Video finden Sie in unserem Kundenportal unter Software / GKV-Software /
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