Täglich knapp 93.000 Abfragen von Anwendern parallel zu den rund 350.000 Datenoperationen für die Beladung sprechen für sich: Die Plattform Teradata für das zentrale Datawarehouse (zDWH) von BITMARCK ist eine seit mehr als zwei Jahrzehnten bewährte Technologie. Mittels Teradata werden die Ver­sicherten-, Leistungs-, Abrechnungs- und Statistikdaten aus der täglichen Lieferung von 50.000 Dateien über Nacht ins zDWH hochgeladen und bilden dort die Datenbasis für eine Vielzahl von Produkten, Projekten und Dienst­leistungen. Im Tagesgeschäft werden hoch performant die Einzel- und Massenzugriffe der autorisierten Nutzerinnen und Nutzer von Krankenkassen, Verbänden und Dienstleistern organisiert und die notwendigen Daten ermittelt – und das bei einer Betriebsverfügbarkeit von 100 Prozent abzüglich der geplanten Downtimes in den Wartungsfenstern. Zum Jahreswechsel 2022 erfolgte beispielsweise die Betriebsaufnahme der ePA-Leistungsauskunft, weitere Verfahren sind in Planung.

Technische Updates: Erweiterte Plattform und neues Backup- und Restore-System

In den letzten Monaten wurde die Teradata-­Plattform erweitert und mit mehreren Updates versehen. Dies war notwendig, weil bei den genutzten Versionen der Support eingestellt wurde. Die umfangreichen Arbeiten dazu liefen seit November 2021 – sie wurden in den Arbeitsalltag integriert und konnten so für alle Kunden unbemerkt ablaufen, was den Betrieb kaum beeinflusst hat. Für das neue Backup- und Restore-System mussten die Komponenten im Rechenzen­trum der BITMARCK Service GmbH installiert und konfiguriert werden. Damit war die eine neue Lösung vollständig verfügbar und einsatzbereit, sodass die nicht mehr unterstützte Lösung nach einem Update der Datenbanken planmäßig zum Jahresende 2021 abgeschaltet werden konnte. In einer Übergangsphase von vier Wochen wurde vom zDWH-Betrieb sichergestellt, dass jederzeit ein Disaster Recovery durchführbar war. Das bedeutet: Ein Wiederaufsetzen der Datenbank auf einen konsistenten Zustand ist problemlos möglich.

Zum technischen Hintergrund: Die wesent­lichen Änderungen in der Infrastruktur umfassen die Sicherung auf eine Data-­ Domain (Disk statt Tapes) sowie die Verortung im Backup-Rechenzentrum, unabhängig vom Standort der Maschine. Erst nach dieser Hardwareänderung konnten die Datenbank-Updates tatsächlich durch­geführt werden. Auf Empfehlung der Dienstleister Telekom und Teradata erfolgte dies in zwei unabhängigen Schritten. 

Damit sichergestellt ist, dass wir den wachsenden Anforderungen an die abgerufenen Kapazitäten gerecht werden – gemeint sind zum Beispiel die ePA-Leistungsauskunft seit Beginn 2022 sowie die ungeprüften Daten von E-Rezept, der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und dem elektronischen Beantragungs- und Genehmigungsverfahren Zahnärzte (eBZ) – wurden proaktiv Prozessor- und Speicherkapazitäten erweitert. 

Unabhängig von den Hardwareanpassungen wurde im Rahmen eines weiteren Projektes im Team zDWH ein direkter Transfer zwischen einer DB2-Datenbank und der zDWH-Teradata-­Datenbank erprobt. Das Ziel: Künftig sollen die ungeprüften Daten von E-Rezept, der eAU und dem eBZ auf Basis der neuen technischen Anlagen in den jeweiligen Fachverfahren automatisch auf direktem Wege ohne Dateiübertragung zwischen den Daten­bank­instanzen ausgetauscht werden – was Aufwand und Ressourcen spart.

Ausblick auf die nächsten Schritte

Die nächsten Schritte umfassen die Um­stellung des Datenbankschemas auf UTF-8 und den Versionssprung beim Frontend des bitInfoNets von Version 10.2.2 auf 11.1.7. Hierzu finden derzeit Überlegungen statt, in welcher Reihenfolge welche Aktivitäten unter Einbeziehung der Datenlieferanten (Leistungserbringer) und Datenempfänger (Krankenkassen, Verbände und Leistungs­erbringer) zur Umstellung sinnvoll und möglich sind. Alle weiteren Informationen und Services zum zDWH und bitInfoNet finden Sie natürlich auch in unserem Kundenportal.

Das zentrale Datawarehouse in Verbindung mit TERADATA:  Zahlen, Daten, Fakten:

  • 3+1 Node
  • 1,5 TB Arbeitsspeicher
  • max. 33,8 TB Festplattenkapazität, verteilt auf 24 SSD und 184 HDD
  • 32 CPU-Kerne pro Node
  • größte Tabelle aus TP1-Abrechnung 6 TB mit fast 8 Mrd. Datensätzen
  • über 1.000 eingerichtete Nutzer
  • 80 automatisierte Ladestrecken versorgen das zDWH täglich mit Datenaktualisierungen (30 bis 40.000 Nutzdatendateien)
  • täglich ca. 93.000 Abfragen von Anwendern parallel zu den Datenoperation (ca. 350.000) für die Beladung