Neue Technologien bringen neue Herausforderungen mit sich. Sich diesen zu stellen, heißt nicht selten, alte Wege zu verlassen und sich im Rahmen neuer Strukturen auszutesten. In diesem Sinne haben Vertreter der BITMARCK-Unternehmensgruppe in diesem Jahr bereits an zwei sogenannten Hackathons teilgenommen, um in interaktiven Teams an der Konzeption und Realisierung von neuen Lösungen zu arbeiten. Gemeinsam mit weiteren Branchenakteuren – darunter IT-Experten, Krankenkassenvertreter, Ärzte und Querdenker – entwickelten sie, jeweils unter Bezugnahme auf die Blockchain-Technologie, Ansätze für die Behandlung chronisch erkrankter Patienten. 

Hackathon und GKV – Passt das?

Bei Hackathons – einer Wortschöpfung aus den Begriffen „Hack“ und „Marathon“ – handelt es sich um kollaborative Soft- und Hardwareentwicklungsveranstaltungen, in deren Kontext selbst organisierte und inter­disziplinäre Teams die unterschiedlichsten Problem- und Aufgabenstellungen behandeln. Die meist mehrtägigen Programmier­marathons haben inzwischen auch im Bereich der Gesundheits-IT Einzug gehalten, der sich vor dem Hintergrund der digitalen Trans­formation mit neuen Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten konfrontiert sieht. In Teilnehmer- und Initiatorenkreisen sieht man die Vorteile des Formats vor allem in der Agilität der Zusammenarbeit, der Freiheit, neue Ansätze zu erproben, und der Geschwindigkeit der Ideenfindung. „Gesundheit neu denken“ lautet die Devise.

Erfolgreiche Hackathon-Premiere in Leipzig

Den ersten Ausflug in die Welt der Hacker wagte BITMARCK schon Anfang dieses Jahres mit der Teilnahme am HEALTH INSURANCE HACK in Leipzig. Unter dem Motto „Hack deine Krankenkasse und mach sie fit für die Zukunft“ trafen sich vom 24. bis 26. Januar rund 50 Teilnehmer, um sich mit insgesamt zehn praxisnahen Fragestellungen auseinander­zusetzen. Von der digitalen Versichertenkommunikation über erkrankungsspezifische Versorgungsmodelle bis hin zu integrierten Lernkonzepten im betrieblichen Gesundheitsmanagement – die Themenvielfalt war groß, und doch orientierte sich alles an einem übergreifenden Gedanken: gemeinsam nach neuen Lösungen suchen, mit denen die Gesundheits­versorgung und die Zufriedenheit der Ver­sicherten weiter verbessert werden können.

BITMARCK beteiligte sich unter anderem an dem Themenschwerpunkt „Blockchain zur Stärkung der Compliance bei chronisch erkrankten Patienten und Leistungserbringern“. Das vor Ort gebildete interdisziplinäre Team gewann mit seinem programmierten Workflow einer Blockchain, in der komplexe Behandlungs­pfade und Leitlinien geprüft werden, den Preis für die „innovativste Lösung“. 

Neue Ansätze beim Healthcare-Hackathon in Berlin

Ein alternatives Format wurde von den Veranstaltern des Healthcare-Hackathons in Berlin gewählt. Dieser wurde am 02. und 03. September auf die Beine gestellt. Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit und eingebettet in ein Rahmen­programm aus Workshops und Keynotes von internationalen Rednern wurde hier in vier Themenbereichen gehackt. Die Teams wurden in die Kategorien „Marathon“ und „Sprint“ aufgeteilt, wobei letztere – darunter auch die BITMARCK-Beteiligten – bereits mit einer konkreten Aufgabenstellung an den Start gingen, über die sie sich fachlich bereits im Vorfeld Gedanken machen konnten. In neu aufgestellten interdisziplinären Teams wurde dann vor Ort auf dieser Grundlage konkretisiert und getüftelt.

Die Idee: Messung der Lungenfunktion per App

Das BITMARCK-Team entwickelte im Rahmen des Hackathons eine App für Asthmatiker, die es Patienten durch die Ermittlung des sogenannten Peak Flow, sprich der maximalen Ausatmungsgeschwindigkeit, ermöglichen soll, Lungenfunktions­para­meter mittels Cloud- und Blockchain-Technologie dauerhaft zu speichern. Durch die ständige Verfügbarkeit des Smartphones, die Speicherung der Daten in einer Cloud und die Verwaltung der Zugangsberechtigungen über eine Blockchain und sogenannte Smart Contracts werden – beispielsweise im Falle eines Arztwechsels – mögliche Hürden für eine Langzeitdiagnostik und eine optimale Betreuung des Patienten beseitigt. Die Daten­hoheit liegt dabei stets beim Patienten, der darüber entscheidet, wer Zugriff auf die erfassten Werte erhält.

Weitere Lösungen entstanden in Berlin unter anderem auch in den Themenbereichen digitale Notfallmedizin, künstliche Intelligenz und Robotik. Alle verbindet dabei der Anspruch, durch Prozessoptimierung und neue und praxisnahe Ansätze zu einer besseren Ver­sorgung beizutragen – sei es im Zuge von Zeitersparnis, Wissenstransfer, Transparenz oder Qualität.