War die Roadmap der BITMARCK Software GmbH im Jahr 2018 noch stark geprägt von der fachlichen Weiterentwicklung des GKV-Standards, so liegt der Schwerpunkt der Roadmap für 2019 in hohem Maße auf dem Ausbau von Digitalisierungsthemen, der Hebung von Prozesseffizienzen, der Automation von Geschäftsprozessen und der Sicherung der technischen Zukunftsfähigkeit von BITMARCK_21c|ng.

Die Roadmap setzt sich dabei aus den folgenden Themenblöcken zusammen:

  • Digitalisierung
  • gesetzliche Themen
  • technische Themen
  • WebClient

Digitalisierung

Ab 2019 wird verstärkt die Schaffung von durchgängig IT-gestützten Geschäftsprozessen vorangetrieben. Beispiele hierfür sind:

  • die Optimierung der Workfloweffizienz und der Automatisierung,
  • die Aktionssteuerung|ng,
  • die Partnerintegration (s. dazu den Artikel auf Seite 22 in dieser Ausgabe), 
  • und die Aufnahme der Modellkasse|ng in den GKV-Standard als Ergänzung
  • zur Aktionssteuerung|ng.


Die Zusammenarbeit mit Partnern und anderen Institutionen wird in fachlicher und technischer Hinsicht weiter ausgebaut. Mit der elektronischen Gesundheitsplattform Vivy wird ein digitaler Kontaktpunkt zum Versicherten etabliert. BITMARCK plant, zukünftig weitere Serviceangebote für die Versicherten bereitzustellen und damit die Funktionalitäten weiter anzu­reichern. Ebenfalls optimiert wird das Portfolio von BITMARCK-Zusatzprodukten, zum Beispiel mit den bitGo-Backendsystemen.

Gesetzliche Themen

Der Gesetzgeber nimmt mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) und dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zahlreiche Änderungen vor, die im GKV-Standard zwingend umzusetzen sind. Beim GKV-VEG liegt der Schwerpunkt im Versicherungs- und Beitragsrecht, insbesondere mit der Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung der Krankenver­sicherungsbeiträge sowie mit den Regelungen zur obligatorischen Anschlussversicherung. Die auf die Software durchschlagenden Neuerungen im TSVG haben ihre Schwerpunkte im Versorgungsmanagement (beispielsweise Zahnersatz oder Krankengeld) sowie in der 

Digitalisierung im Gesundheitswesen, ins­besondere durch die elektronische Arbeits­unfähigkeitsbescheinigung sowie die elektro­nische Patientenakte.

Zu diesen beiden Themen kommen alle Softwareanpassungen rund um das Thema Electronic Exchange of Social Security Information (EESSI) und weitere gesetzliche An­forderungen mit einem hohen Digitalisierungsanteil (neue Datenaustauschverfahren, z. B. bei der Krankenversicherung der
Studenten, weitere MDK-Verfahren etc.).

Technische Themen

Um BITMARCK_21c|ng auf dem neusten Stand zu halten, hat der Ausbau der technologischen Plattform hohe Priorität. Um diese Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten, sind verschiedene technische Änderungen notwendig, wie die Anhebung von Schnittstellen auf dem Enterprise Service BUS (ESB), die Modularisierung von 21c_kern, ein Java-Update oder die Umstellung auf JBoss 7.

WebClient

Derzeit ist die 21c_kern-Benutzeroberfläche in Java Swing implementiert. Zum März 2019 hat der Hersteller Oracle das Java-Applet aufgekündigt. Dadurch wird eine Überführung der Dialogmasken des 21c_kern (Java Swing) in Web-Dialoge (HTML5) erforderlich. Die Integration in BITMARCK_21c|ng erfolgt damit zukünftig ohne Medienbruch. Durch den Einsatz von HTML5 erhält BITMARCK_21c|ng eine klare Architektur. Nach Auslieferung der ersten umgestellten Use Cases zum Release 23.95 (voraussichtliche Marktfreigabe Februar 2019) werden sämtliche Swing-Client-Masken in den Folgejahren 2019 und 2020 migriert. Dialogmasken, die bis zum Ende des Java-Applets zum März 2019 nicht umgestellt worden sind, können über die Fernsteuerung weiter erreicht werden.

Mit der Roadmap 2019 greift BITMARCK den Wunsch der Krankenkassen nach weiterer Digitalisierung von Geschäftsprozessen auf und stärkt zugleich ihre Wettbewerbsposition im GKV-Markt.