Der Weg von der Idee bis zur ersten Zulassung einer Digitalen Gesundheitsanwendung (DiGA) und der damit erforderlichen Umsetzung einer Genehmigungs- und Abrechnungsmöglichkeit war von vielen Fragestellungen und der Notwendigkeit einer höchstmöglichen Agilität in der Entwicklung geprägt. Nun ist es aber so weit. Anfang Oktober sind die ersten DiGAs vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfARM) zugelassen worden. 

Zum Start der Digitalen Gesundheitsanwendungen haben wir in enger Absprache mit den involvierten Kundenvertretern eine Lösung zur Generierung und Abrechnung von Rezeptcodes in einer Version 1.0 zur Verfügung gestellt, die schon heute eine überwiegend digitale Strecke ermöglicht. In einem ersten Fachworkshop haben wir unter großem Interesse mit Vertretern der Fachbeiratskassen zudem weitere Schritte erörtert und Verbesserungspotenzial identifiziert. Hier ergaben sich im Wesentlichen zwei große Blöcke der Weiterentwicklung, deren konkrete Anforderungen weiter ausgearbeitet werden:

  • Erhöhung der Automatisierung (Einbindung der Aktionssteuerung, Aktenbildung, automatisierte Brieferzeugung)
  • Unterstützung der Sachbearbeiter bei Genehmigungen durch die Kranken­kasse (Indikationsprüfung, Vorschlags­generierung, Einbindung von weiteren Versorgungsoptionen).

DiGA und eRezept 

Knackpunkt einer vollständigen Digitalisierung ist heute noch das dem Kunden auf Papier zur Verfügung gestellte Rezept. Dies wird sich mit der Einführung des eRezeptes zum 01. Januar 2022 ändern – denn dann ist eine komplett digitale Verarbeitung möglich. Natürlich haben wir diese Situation schon beim Design des Prozesses mitberücksichtigt. Aktuelle Informationen zu dieser Thematik erhalten Sie kontinuierlich in unserem Kundenportal.  

Das müssen Sie als Krankenkasse im Blick haben:

  • Erstellung einer Briefvorlage für den Versand des Rezeptcodes.
  • Prüfung der technischen Einbindung. 
  • Prüfung der Berechtigungen zur Bedienung des Lizenzservers.
  • Prüfung, ob die vom GKV-SV geforderte Meldung zum Kassenverzeichnis erfolgt ist.
  • Absprache mit dem Rechenzentrum zum Import der TPx-Daten (Konfigurationseinstellungen).