Als Managed-Services-Provider muss BITMARCK in der Lage sein, neue Themen und Technologien frühzeitig zu erkennen, zu adaptieren und daraus innovative Produkte und Services für Krankenkassen und Versicherte zu entwickeln. Hinzu kommt der Wunsch der Mitarbeiter aller Bereiche und Ebenen, sich mit eigenen Ideen und Know-how einzubringen und die Sinnhaftigkeit des eigenen Wirkens zu erkennen. Der Einbezug der Belegschaft im Sinne der Identifikation und der Teilhaberschaft macht es unumgänglich, auch die unternehmenskulturellen Aspekte der neuen Arbeitswelt zu beleuchten und Strukturen zu schaffen, die den Einbezug der Mitarbeiter in den Fokus stellen. 

Die CDO-Organisation als Treiber

Für BITMARCK ist es vor dem Hintergrund der beiden beschriebenen Einflussfaktoren wichtig, die digitale Transformation sowohl nach außen als auch nach innen mit einem Wandel in der (Zusammen-)Arbeit zu begleiten. Eine zentrale Rolle spielt in diesem Kontext das Team um Marc Eichborn, CDO der Unternehmensgruppe. 

Zwei Haupthandlungsfelder wurden dabei identifiziert, um neue Arbeitsformen zu fördern und schließlich zu etablieren. Zum einen wird im Rahmen der temporären Bildung crossfunktionaler Teams auf den Einsatz von agilen Methoden und Arbeitsformen gesetzt, um innovative und für unsere Kunden relevante Lösungen und Dienstleistungen zu entwickeln. Zum anderen wurden unter dem Leitbegriff „BITMARCKs Zukunft der Arbeit“ Angebote etabliert, die es Mitarbeitern und Teams ermöglichen, Erfahrungen im Bereich neuer und agiler Methoden zu sammeln und unter Mitwirkung eines Coaches in den eige­nen Arbeitsalltag zu überführen. 

Der passende Rahmen für neue Arbeitsformen

Wenn sich die Formen der Zusammenarbeit verändern, hat dies auch Einfluss auf die räumlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter. Am Standort Essen hat BITMARCK aus diesem Grund eine Fläche von rund 250 Quadratmetern ganz ins Zeichen des sogenannten „activity-based working“ gestellt. Ein zentraler Aspekt ist dabei die größtmögliche Flexibilität: Statt fester Arbeitsplätze haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, das jeweils passende Umfeld für ihre aktuellen Ansprüche zu wählen – ob alleine oder im Rahmen der Teamarbeit. 

Die Teamwerkstatt als Impulsgeber

Teams aus der gesamten BITMARCK-Unternehmens­gruppe können für einen Zeitraum von zwei bis sechs Wochen in die beschriebenen Räumlichkeiten einziehen und sich selbst ein Bild von einer möglichen „Zukunft der Arbeit“ machen. Begleitet von einem Coach widmen sich die Mitarbeiter weiter ihren Aufgaben, lernen jedoch, wie diese auch durch den Einsatz neuer Methoden im agilen Kontext bearbeitet werden können. Teamspielregeln, Meetingstrukturen, Kreativ­techniken und Feedbackkultur sind nur einige der Schlagworte, die die Zusammen­arbeit in der sogenannten Teamwerkstatt definieren. 

Ziel ist es, Impulse zu setzen und den New-Work-Gedanken durch die Etablierung neuer Ansätze in den einzelnen Teams in die gesamte Unternehmensgruppe hineinzutragen. Das Konzept wird dabei laufend weiterent­wickelt, die Resonanz und das Feedback aus der Belegschaft zeigen, dass BITMARCK an dieser Stelle einen wichtigen Schritt in Richtung neue Arbeitswelten getan hat.   


Zahlreiche weitere Formen­ der Organisations­entwicklung

Ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung sind auch die Feature-Teams am Standort Essen. Ein Feature-Team ist für ein ganzes kundenzentriertes Feature verantwortlich und deckt potenziell alle Komponenten des Systems ab. Die Organisation in Feature-Teams ist somit ein fachlicher, vertikaler Schnitt durch die Organisation – mit einem Backlog aus fachlichen Userstorys.

Feature-Teams am Standort Essen

BITMARCK arbeitet am Standort Essen seit geraumer Zeit mit Feature-Teams an zahlreichen Projekten (zum Beispiel bei der Einführung von EESSI, Aktionssteuerung|ng, Digitalisierung rund um die bitGo_App, Kontoverwaltungs­system für die ePA). In einem Feature-Team ist der Lernfaktor deutlich höher, da Wissen auf allen Ebenen aufgebaut wird. Dies erhöht die Flexibilität in den Teams und verringert zugleich die Abhängigkeiten zwischen den Teammitgliedern – was wiederum zu geringeren Wartezeiten und weniger Übergaben führt. Zudem er­arbeitet ein Feature-­Team eine Lösung im Sinne der schnellen Lösungsfindung für den Kunden autark in dem ihm vorgegebenen Rahmen.

Crossfunktionale Teams am Standort Hamburg

Mit dem erklärten Ziel, das Produkt und den Kunden noch stärker in den Fokus zu stellen, wird auch bei BITMARCK in Hamburg immer stärker auf den Einsatz agiler Teams gesetzt. Im Rahmen der Softwareentwicklung bedeutet das, sich immer wieder erfolgreich einem veränderten Umfeld anzupassen und mit diesem zu wachsen. Statt nach dem klassischen
Wasserfallmodell wird in kurzen Sprints programmiert und in eng getakteten Inter­vallen das Feedback vom Kunden eingeholt. Dailys und Retrospektiven sorgen dabei für eine Überprüfung der Arbeitsergebnisse –
und das stetig und iterativ, immer ausgerichtet an den jeweiligen Kundenbedürfnissen. 

Mit dem Team „Kampagnenmanagement der DAK-Gesundheit“ ist bei BITMARCK im Frühjahr 2019 das erste offizielle crossfunktionale
Team als autonome Einheit aufgebaut worden, die abteilungsübergreifend die Verantwortung für ein Produkt trägt, eigenständig priorisiert und selbstorganisiert agiert. Weitere crossfunktionale Teams, die autark Produkte entwickeln, werden folgen. 

Erfahrungsbericht als Video

Über Erfahrungen und Herausforderungen im agilen Umfeld berichten die Hamburger Kolleginnen und Kollegen im Unternehmens­video „Neue Arbeitswelten“. Auch Projekt­mitarbeiter der DAK-Gesundheit geben im Interview ihr Feedback zur engen Zusammen­arbeit und der damit einhergehenden ge­­steigerten Identifikation mit dem Produkt. Den Film haben wir auf unserer Website bitmarck.de in der Infothek für Sie bereitgestellt.