Mit dem Release 24.35 erhielt die erste Ausbaustufe der Fallakte|ng die Marktfreigabe. Dadurch wird der Versicherte mit seinen Informationen aus allen Umsystemen erstmals in den Fokus gerückt und bildet so einen neuen zentralen Standard zur Darstellung systemübergreifender Inhalte. Unsere Kunden profitieren von der geschaffenen Prozessorientierung, indem sich die Abhängigkeit von Drittanbietern zukünftig reduzieren lässt, was wiederum zu Kostenersparnissen führt.

Die Funktionalitäten und Abläufe der Fallakte|ng sind hochgradig individualisierbar und flexibel. Um diese Flexibilität zu erreichen, wird die Aktionssteuerung|ng mit ihren DMN(Decision Model and Notation)- und BPMN(Business Process Model and Notation)-­2.0-Möglichkeiten benötigt, denn nur so lassen sich umfangreiche kassenindividuelle Regeln und Prozesse erstellen. Ein hohes Maß an Individualisierbarkeit im Hinblick auf die Regeln, den Aufbau und die flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten machen die Fallakte|ng zu einer einzigartigen Lösung. Diese umfasst nicht nur die Fallinformationen aus BITMARCK_21c|ng, sondern auch weitere Informationen aus Umsystemen, und fügt sie zu einem gemeinsamen BITMARCK_21c|ng-Anwendungsfall zusammen. Die Verknüpfung erfolgt dabei sowohl mit dem Anwendungsfall als auch mit den Fallakten­elementen.

Optimales Zusammenspiel: Process-Mining und Fallakte|ng

Mit der Fallakte|ng wird es möglich, bei Bedarf über die Zusatzfensteransicht Informationen zu einem verknüpften Anwendungsfall einzublenden. Der Aufbau folgt dabei einem Baukastenprinzip mit verschiedenen Tools (Schnittstellen, Regelwerk, komplexes Zusatzregister, Prozesse der Aktionssteuerung|ng). Zusammen mit der Process-Mining-Lösung von BITMARCK erhalten unsere Kunden zwei Werkzeuge im Rahmen des Digitalisierungsframeworks, die die Krankenkassen bei der konsequenten Automatisierung der Prozesse und der Auswertung unterstützen. 

Denn mit Hilfe von Process-Mining erfolgt eine vorab eigens priorisierte systematische Analyse und Auswertung von Geschäfts­prozessen, die nach der Durchführung in einer Log-Datei mit allen Transaktionsdaten gespeichert werden. 

Der große Nutzen der Lösung besteht nicht nur darin darzustellen, dass definierte Kennzahlen sich in einem kritischen Bereich befinden, sondern auch die Ursache für Abweichungen von Normwerten prozessorientiert zu visualisieren. Ein Beispiel hierfür sind vorgegebene Antwortzeiten auf Kundenanfragen, um den Versicherten zufriedenzustellen. Versicherte erwarten heute eine schnelle Bearbeitung ihrer Anliegen – nur durch eine zeitnahe Reaktion können die Kundenzufriedenheit und -bindung nachhaltig gewährleistet werden.

Vollständige Transparenz für mehr Kundenzufriedenheit

Das Process-Mining stellt hierzu nicht nur den aktuellen Durchschnittswert der Kennzahl dar, sondern ermittelt automatisch alle systemtechnischen und fachlich relevanten Schritte (E2E), die zur Ausprägung der Kennzahl geführt haben. Hierdurch erhalten unsere Kunden vollständige Transparenz über ihre internen Abläufe, Prozessschwachstellen und die Auslastung der Organisationsbereiche über einen zeitlichen Horizont von bis zu fünf Jahren. Die Kombination aus Fallakte|ng und Process-Mining bietet unseren Kunden erstmalig die Möglichkeit, jederzeit Auskunft zu automatisierten Prozessen geben zu können – sei es in Richtung Kunde oder im Innen-/
Prüfungsverhältnis. Dabei werden Prozesse der Aktionssteuerung|ng automatisch beim Mining und Monitoring berücksichtigt. 

Der aktuelle Projektplan sieht es vor, die Fallakte|ng im Laufe des Jahres als Postfachlösung an bitGo_Web und die bitGo_App anzubinden.